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                                                Karfreitag 2020

 + Spruch für den Karfreitag ist Johannes 3, 16: Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Hier können Sie nun einen aufgezeichneten Kurzgottesdienst für den Karfreitag aus der Friedenskirche Idafehn sehen. Das Glockengeläut zuvor können Sie, müssen Sie dazu aber nicht anklicken, da am Karfreitag in vielen Kirchen vor dem Gottesdienst nicht geläutet wird. Da es sich um keine professionellen Aufnahmen handelt, bitten wir um Verständnis für die Bild- und Tonqualität (bei Bedarf bitte ihren Lautsprecher möglichst laut einstellen). Das Lied nach dem Glaubensbekenntnis können Sie gerne mitsingen, schlagen Sie dazu das Evangelische Gesangbuch unter der Nummer 85 auf (Strophen 1 und 4).
Hinweis: Um 15 Uhr, zur Sterbestunde Jesu, wird auch in Idafehn das Totengeläut für 7 Minuten zu hören sein.





Andacht für den Karfreitag 2020 von Pastor Tim Unger, Wiefelstede

Gott ist ganz nah bei uns
2009 auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Bremen. Ich bin nicht Dauergast. Ich nehme am Kirchentag nur einen Tag lang teil. Ohne Übernachtung.

Ich sitze vormittags in der Kirche Unser Lieben Frauen, nicht weit vom Dom. Nach einer Bibelarbeit soll es eine Podiumsdiskussion geben. „Ist Gott ein zorniger Gott?“ Diese Frage soll geklärt werden. Ich erwarte eine anregende Diskussion. Sicherlich mit einem Menschen, der es ablehnt, von einem zornigen Gott zu sprechen, und jemandem, der sagen will, dass Gott neben seiner Liebe auch den Zorn kennt.

Die Podiumsdiskussion beginnt. Leider ist es keine Diskussion. Denn einer der beiden Gesprächspartner ist krank geworden und nicht erschienen. Der anwesende Referent, ein Unternehmensberater aus der Schweiz, erzählt in blumiger Werbesprache, dass Gott natürlich zornig sei – über die Sünden der Menschen, über die Abkehr der Menschen von Gott. Er sagt des Öfteren: Wer Gott nicht auch für einen zornigen Gott hält, ist einfach dumm! Wie könne man nur anderer Meinung sein?

Ich frage mich: Ja, wie ist es eigentlich mit Gott? Ist er ausschließlich ein Gott der Liebe? Kennt er nicht so etwas wie einen heiligen Zorn? Über ungerechte Verhältnisse, über Unfrieden und Ungerechtigkeit? Und ich frage mich: Müsste Gott nicht auch über mich zornig sein? Zeige ich meinen Mitmenschen gegenüber genügend an Liebe und Mitgefühl? Oder bleibe ich nicht immer unter meinen Möglichkeiten?

„Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu.“ Das lesen und hören wir heute im Zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (5,19). Ja, die Welt hat sich von Gott getrennt. Auch ich lebe nicht so, wie Gott es von mir verlangt. Ich habe Schwächen, und selbst da, wo mir etwas gelingt, schaue ich nur auf mich. Aber Gott wird darüber nicht zornig. Er nimmt durchaus wahr, dass wir uns immer wieder von ihm wegbewegen, aber er lässt uns nicht los. Er achtet nicht auf das, was uns trennt, sondern schaut uns in Liebe an. In einer Liebe, die uns versöhnt! Wohlgemerkt: uns! Dass Gott in seinem Zorn versöhnt werden müsste, finden wir in der Bibel nicht! Wir, wir werden versöhnt! Gott geht auf uns zu und macht alles gut!

Karfreitag und Ostern feiern wir diese Versöhnung. „Gott war in Christus!“ Nicht ein allmächtiger Gott, den nichts beeindrucken könnte, ist unser Gott. Gott ist ein Gott, der im Kreuz bis an die Grenzen des Todes und darüber hinausgegangen ist. Christus nimmt unsere Schuld, unsere Angst, unsere Sorgen auf sich! Er will unser Leben teilen – und unseren Tod! Und deswegen teilen wir selbst im Tod das ewige Leben unseres Gottes.

Heute ist ein besonders stiller Karfreitag. Wir dürfen heute merken: Gott ist ganz nah bei uns, bei unseren Sorgen, Ängsten, bei dem, was uns gelingt, aber gerade auch bei dem, wo wir scheitern. Aber Karfreitag scheint auch schon Ostern durch: das Leben, das Gott uns geschenkt hat und schenken will. Christus ging bis ans Kreuz. Aber er lebt. Wir denken und handeln oft so, wie es Gott nicht will. Aber er rechnet uns das nicht an. Er sieht uns so, wie er uns sehen will: als seine geliebten Söhne und Töchter.




Ins Niederdeutsche übertragen von

Annegret Peters / Hude


2009 op den Düütschen Evangelischen Karkendag in Bremen. Ik bün nich de hele Tied hier. Ik nehm blots an eenen Dag deel. Ohn övernachten. Ik sitt an ´n vörmiddag in de Kark „Unserer Lieben Frauen“, nich wiet von ´n Dom af. Na een Bibelarbeid schall dat een Podiumsdiskussion geven. „Is Gott een zornigen Goot?“ Op düsse Fraag schall een Antwoort funnen weern. Ik reken mit een rege Diskussion.  Seker mit een Minsch, de dat aflehnt, von een´n zornigen Gott to spreken, un annerseen, de seggen warrt, dat Gott neben siene Leev ok den Zorn kennen deit. De Podiumsdiskussion fangt an. Leider is dat kien Diskussion. Denn een von de beiden Gespreekspartner is krank worrn un nich kamen. De anwesende Referent, een Unnernehmensberader ut de Schweiz, vertellt in bloomige Werbespraak, dat Gott natürlich zornig is – över de Sünnen von de Minschen. över de Afkehr von de Minschen von Gott. He seggt faken: Wer Gott nich ok för een´n zornigen Gott holen deit, is eenfach dumm! Wo kunn een blots een anner Menen hebben?

Ik fraag mi: Ja, wo is dat eegens mit Gott? Is he seker blots een Gott von de Leev? Kennt he nich sowat as een hilligen Zorn? Över ungerechte Tostänn, över Unfreden un Ungerechtigkeit. Un ik fraag mi: Müss Gott nich ok över mi zornig ween? Wies ik miene Mitminschen gegenöver noog an Leev un Mitgeföhl? Oder bliev ik nich jümmer unner miene Mööglichkeiten?

„Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu.“  Dat leest un hört wi vandagen in den tweeten Breef von den Apostel Paulus an de Korinther (5,19). Ja, de Welt hett sik von Gott trennt. Ok ik leev nich so, as Gott dat von mi verlangt. Bi de een or anner Saak bün ik swach un sülvst dor, wo mi wat glücken deit, kiek ik blots op mi. Aver Gott warrt doröver nich zornig. He süht dat woll, dat wi us jümmer woller von em weg beweegt, aver he lett us nich los. He acht nich dorop, wat us trennen deit, sünnern kickt us in Leev an. In een Leev, de us versöhnt! Woll verstahn: us! Dat wi Gott in sienen Zorn versöhnen schöllt, findt wi in de Bibel nich! Wi, wi warrt versöhnt! Gott kummt op us to un maakt allens goot!

Karfredag un Oostern fiert wi düsse Versöhnung. „Gott war in Christus!“ Nich een allmächtigen Gott, den nix beindrucken kunn, is use Gott. Gott  is een Gott, de in ´t Krüüz bit an de Grenze von den Doot gahn is un ok doröver hen. Christus nimmt use Schuld, use Angst, use Sorgen op sik! He will us Leven delen – un usen Doot! Un dorum deelt wi sülvst in ´n Doot dat ewige Leven mit usen Gott.

Vondagen is een besünners stillen Karfredag. Wi dröfft vandagen marken: Gott is heel nah bi us, bi use Sorgen, Ängste, bi dat, wat us glückt, aver besünners ok bi dat, wo wi scheitert. Aver an ´n Karfredag schient ok Oostern dör: Dat Leven, dat Gott us schunken hett un schenken will. Christus is bit an ´t Krüüz gahn. Aver he leevt. Wi denkt un hannelt faken so, as Gott dat nich will. Aver he rekent us dat nich an. He süht us so, as he us sehen will. He hett us leev, as siene Söhns un Döchter.


WICHTIGE MITTEILUNG! Alle Gruppen und Kreise der Kirchengemeinde Idafehn sowie die Gottesdienste und Passionsandachten in der Friedenskirche fallen wegen der Coronakrise ab sofort bis auf weiteres aus. Auch das Kirchenbüro ist für Besucher geschlossen, ist aber zu den Bürozeiten telefonisch erreichbar. Ebenso ist Pastor Bortfeldt über Telefon und Email weiter für Sie erreichbar. Wir sind sehr traurig über diese Umstände bitten aber um Ihr und Euer Verständnis. Wir informieren, sobald eine Änderung eintritt.Mit freundlichen GrüßenIhre Kirchengemeinde IdafehnTelefon: 04952-5268  Fax: 04952-5422Email: kirche-idafehn@t-online.de

Herzlich willkommen auf der







Geläut der Idafehner Glocken auf Youtube. Einfach hier anklicken!

http://www.youtube.com/watch?v=jLPUgRwEUJE




Jahreslosung 2020:
"Ich glaube; hilf meinem Unglauben!"
                                         Markus-Evangelium 9,24



Öffnungszeiten des Kirchenbüros: Dienstag 9.00-12.30 Uhr, Mittwoch 9.00-12.30 Uhr, Freitag 9.00-12.00 Uhr.  Das Pfarramt ist auch außerhalb der Öffnungszeiten des Büros telefonisch zu erreichen (04952-5268).





 
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