Ev. Kirchengemeinde Idafehn
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Die christliche Gemeinde ist das Werk des erhöhten Herrn Jesus Christus, der selbst seine Gemeinde von Schwestern und Brüdern zusammenruft, ihrem Leben Gestalt gibt und sie in seinem Auftrag zur Verkündigung des Evangeliums und zur tätigen Nächstenliebe aussendet. Daraus wird deutlich, daß Gemeinde niemals etwas Statisches ist, sondern daß sie als missionarisch-diakonische Gemeinde stets in Bewegung ist, ihre Aktivitäten sind mutiges Zugehen auf das von Gott her Verheißene. Sie ist Teil des Reiches Gottes in dieser Welt, unterwegs auf dem Weg zu ihrer Erfüllung in der himmlischen Herrlichkeit.

Seit Martin Luther kennen wir die Rede vom "Priestertum aller Gläubigen", d.h. jeder und jede in der Gemeinde ist von Gott begabt und berechtigt, am Leben und Aufbau der Gemeinde teilzunehmen. Dies entspricht dem Bild des Neuen Testaments, das z.B. im 1.Petrusbrief vom Haus der "lebendigen Steine" (2,5) spricht, dessen Fundament Jesus Christus ist.

Auch der Pastor ist nur einer von vielen in der Gemeinde, jedoch mit der Berufung, das Predigtamt zu führen, die Sakramente zu verwalten, Verantwortung in der Gemeindeleitung zu haben und vor allem, Seelsorger für die Mitglieder der Gemeinde zu sein. In unserer Volkskirche ist es aber leider im Laufe der Geschichte zu einer verhängnisvollen Verschiebung des biblischen und reformatorischen Gemeindeverständnisses gekommen. Anstelle des allgemeinen Priestertums ist die sogenannte "Pfarrerzentrierung" getreten. Der Theologieprofessor Michael Herbst aus Greifswald beschreibt in seinem Buch "Missionarischer Gemeindeaufbau in der Volkskirche" diese Situation so (vgl. S.312):

"Alles wird vom Pfarrer erwartet: er soll ein hörfähiger und geduldiger Seelsorger sein und möglichst viele Besuche machen. Er soll ein pädagogisch kompetenter Lehrer der Konfirmanden sein, der es zugleich versteht, ihr Vertrauen zu gewinnen. Er soll ein gleichermaßen zeitgemäßer wie biblisch verwurzelter Prediger sein. Er soll in Verwaltungs- und Baufragen Kenntnisse haben und ein glänzender Organisator der Gemeindeveranstaltungen sein. Geübt und gewandt in der Gesprächsführung weiß er ebenso gut mit dem Kirchenvorstand umzugehen wie mit Behörden, Vereinen, Chören usw. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen."

Diese Erwartungshaltung aus den Gemeinden überfordert bis heute viele Pfarrer und führt zu einer Lähmung des Gemeindelebens, weil der Pfarrer einerseits nicht in der Lage ist, diese Erwartungen zu erfüllen, andererseits die Gemeinde sich nicht verantwortlich fühlt für die Übernahme des eben beschriebenen Aufgabenkatalogs. Deshalb ist es eine wichtige Aufgabe des Pfarrers, gerade um das Lähmende und Verhängnisvolle an der Pfarrerzentrierung zu überwinden, die vielfältigen Gaben der Gemeindeglieder zu entdecken, zu fördern und sie zu ermutigen, diese Gaben auch einzusetzen. Es geht um ein geschwisterliches, gleichberechtigtes Miteinander, wo keiner über dem anderen steht und wo Gemeinde Gottes gebaut werden kann.

Die Kirchengemeinde Idafehn-Ramsloh-Strücklingen versteht sich somit als missionarische, wachsende und diakonische Gemeinde von Schwestern und Brüdern in der Volkskirche. Sie versteht sich als Haus der "lebendigen Steine" (1.Petrus 2,5) und möchte:


- durch eine aktive, missionarische Kinder- und Jugendarbeit die Grundlagen für die Zukunft der Kirchengemeinde legen.

- Gemeindeglieder, die sich schon zum Leben der Gemeinde halten, in ihrem Glauben vergewissern, um dann auch ihre Gaben für die Mitarbeit zu entdecken.

- dem Gemeindeleben fernstehende Gemeindeglieder sowie konfessionslose Menschen durch vielfältige Aktivitäten einladen, den christlichen Glauben und die Kirchengemeinde (wieder) zu entdecken, damit auch sie zu Menschen der "lebendigen Hoffnung" (1.Petrus 1,3) werden.

- ihre seelsorgerlichen und diakonischen Aufgaben vor Ort wahrnehmen und in die Tat umsetzen.

- in der Kooperation mit unseren evangelischen Nachbargemeinden weitere Möglichkeiten des gemeinsamen Gemeindebaus ausloten.

- offen sein für die ökumenische Zusammenarbeit mit den benachbarten katholischen und freikirchlichen Gemeinden.




 
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